Legendäres Gründungsmitglied von „The Band“ verstorben. Er war einer der Väter des Americana
Al Kooper nannte Garth Hudson einmal „den sanften Braunbären des Rock‘n’Roll“. Und das traf es auch wirklich. Denn wo Robbie Robertson, Levon Helm, Richard Manuel und Rick Danko ganz exaltierte (Künstler)-Persönlichkeiten waren, da war der ältere Hudson so etwas wie der ruhige Mann im Hintergrund. Er bildete das Fundament und man konnte sich an ihn anlehnen. Das war wichtig bei den großen Egos der anderen Mitglieder von „The Band“. Er hatte Musik und Musiktheorie studiert und die Orgel spielen gelernt und beherrschte alle Tasteninstrumente wie Akkordeon oder Klavier und auch die Holz- und Blechbläser und spielte ab 1975 sogar Synthesizer. Er war multi-instrumentales Genie und gab in der Frühphase ihrer Zusammenarbeit den anderen vier Jungs Musikunterricht. Auf und hinter der Bühne.
Besonders zwei Stücke der Band sind mit ihm für immer verbunden. Sein markantes Klavierspiel bei „The Weight“ und natürlich sein Signature Song: Chest Fever, das er mit einem von Bachs Toccata und Fuge in d-Moll inspirierten Orgelintro versah. So schuf er monumentale Momente auf der Bühne und auf Platte.
Nun ist er am letzten Dienstag im Alter von 87 Jahren verstorben. Damit ist das letzte Gründungsmitglied der legendären „Band“ von uns gegangen. „The Band“ und Garth Hudson aber werden immer in unserer Erinnerung bleiben. Garth Hudson war einer der Väter des Americana. Rest In Peace, lieber Garth Hudson!

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