Coming Soon…“Bob Dylan & Black America“!

Ein popkulturelles Essay zu den vielfältigen Verflechtungen von Bob Dylans Werk und Wirken mit der afroamerikanischen Community und ihrer Kultur/ Erscheinung für den April geplant

Geschafft! Ganz schön lange Zeit habe ich an diesem Buch gearbeitet. Für meine Verhältnisse. Ich bin zwar ein Bücherlesemensch, aber selber Bücher schreiben? Ich bin ein Freund der kleinen Form, eher Journalist als Buchautor. Ewig an einem Thema zu arbeiten ist nicht so mein Ding. Das ist mein zweites Buch überhaupt und mein zweites Dylan-Buch nach fast exakt zehn Jahren. Daher ist mir Terry Gans, der Autor des in diesem Jahr sehr wichtig werdenden Buches „Surviving In A Ruthless World“ über die Infidels-Aufnahmen, so sympathisch. „Suviving“ ist sein zweites Buch…nach fünfzig Jahren!

Ein popkulturelles Essay

Mir ist es wichtig, vorhandenes Wissen auf bestimmte Fragestellungen anzuwenden, zu popularisieren oder auch zuzuspitzen. Daher ist mein Buch „Bob Dylan & Black America“ auch kein Werk der Grundlagenforschung, sondern ein Essay. Wikipedia schreibt zu diesem Begriff: Der bzw. das Essay (Plural: Essays)… ist eine geistreiche Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden…Die Kriterien wissenschaftlicher Methodik können dabei vernachlässigt werden; der Schreiber (der Essayist) hat also relativ große Freiheiten.“

Jawohl, diese Freiheit nehme ich mir. Das hatte ich schon beim Vorgängerwerk „I’m in a Cowboy Band“ gemacht und nun wieder. Daher gibt es keinen großen Apparat oder riesige Fußnoten, sondern mir ist wichtig, verschiedene Dinge zusammenzubringen, die so vielleicht noch nicht zusammengebracht worden sind. Fragen aufzuwerfen oder Diskussionen anzuregen sind mir wichtiger als tausendmal auf gesicherte Quellen hinzuweisen, aber keine Schlüsse aus den Funden ziehen zu können.

Pop, Migration und Rassismus

Der Gedanke, Bob Dylans Werk und Wirken einmal unter dem Fokus seiner Beziehung zur afroamerikanischen Kultur zu beleuchten, speiste sich aus drei Quellen. Da war die Beschäftigung mit den afroamerikanischen Beiträgen zur Countrymusik, zu denen ich in den letzten Jahren wiederholt veröffentlicht habe. Dann war da der Einfluss von Florian Pfeil und Tom Schroeder, die mir den Blues und andere afroamerikanische Musikgattungen näher brachten und da war das Thema Pop und Migration, das Klaus Walter in einigen Hörfunkbeiträgen anschaulich darstellte. Dies war alles schon da, bevor die Ermordung George Floyds und die Black Lives Matter-Proteste das Thema „Rassismus in den USA“ so hochaktuell machten.

Und so zeichne ich in diesem Werk, das im Laufe des April im Hamburger Tredition-Verlag erscheinen soll, nach, wie Bob Dylan über Odetta zum Folk fand, dass ihn eine lebenslange Freundschaft mit Mavis Staples verbindet oder wie sehr er Rap und Hip Hop schätzt. Natürlich kommen auch George Jackson, Rubin „Hurricane“ Carter oder Victoria Spivey vor.

Es ist ein gutes Gefühl, das gewuppt zu haben. Ich hoffe, es findet Anklang und Interesse auch über das Dylan-Fachpublikum hinaus. Denn wie auch bei meinen Dylan-Geburtstagsaktivitäten möchte ich nicht nur die ansprechen, die sowieso schon begeistert sind, sondern gerade auch die, die vielleicht bislang nicht so viel von Dylan wussten oder aus welchen Gründen auch immer bislang keinen Zugang zu ihm gefunden haben. Denn mir geht es nicht darum, Dylan als größten Künstler aller Zeiten oder persönlichen Helden zu vergöttern, sondern ihn als jemanden zu betrachten, der weiterhin eine ungebrochene künstlerische und gesellschaftliche Relevanz für die heutige Zeit  hat.

Also unbedingt vormerken, it’s coming soon…


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