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„Schultzes…more“

23. Februar 2020

More Schultzes!, Foto: http://www.schultzes-weinheim.de

Sie sind voller Spielfreude und Liebe zur Musik und dabei gleichzeitig ausgebufft und voller lässiger Routine: Die Schultzes aus Weinheim sind Bluesmusikanten, die so schnell nichts umwerfen kann. Wir hatten sie hier schon vorgestellt. Auch auf ihrem neuen Album „Schultzes…more“ ziehen sie in 13 Songs wieder alle Register ihres Könnens.

„Mojo“ Schultzes Können an der Gitarre ist legendär, Petra Arnold-Schultz zupft virtuos den Bass und gibt den Songs damit Kontur und Rückgrat. Darauf aufbauend lässt Mojo seiner Kunstfertigkeit freien Lauf. Schultz ist einer der besten Bluesgitarristen Deutschlands. Auch auf diesem Album sticht sein Bottleneck-Spiel auf Resonatorgitarren, Lapsteel und E-Gitarren hervor.

Vorgenommen haben die beiden sich 12 Klassiker und eine Eigenkomposition. Mit J.J. Cale, einem von Mojos erklärten Favoriten geht es bei „If I Had Me A Rocket“ schon mal cool und lässig los. Sehr schön geraten Ihnen auch „Nine Pound Hammer“ – hier unterstützt von Andi Töngi-Morgen an der Dobro – und „Country Boy“ von Albert Lee. Eine kleine Überraschung ist „Abracadabra“ von der Steve Miller Band. Die Bandversion genial adaptiert für die kleine Besetzung. Mit einem Schuss Latin-Swing wird die Duo-Version rund. Ein echtes Schmankerl.

Und man könnte noch von „Devil In Dusguise“ schwärmen oder von „Drunken Hearted Man“. Absolut schlafwandlerisch sicher bewegt sich das Blues-Paar durch das Genre und angrenzende Gebiete. Mojo schafft es immer wieder packende Riffs rauszuhauen, und wie eine gut geölte Maschine tuckern er und Petra durch den Longplayer.

Eine absolut unterhaltsames Album, den die zwei da wieder produziert haben. Die beiden Vollblutmusiker, die neben ihrem eigenen Duo noch mit einigen weiteren Projekten wie die „Acoustic Blues Community“, „Magnolia“ oder „Midnight Tokers“ unterwegs sind, gehören zum Besten, was man hierlande im Blues bekommen kann!

Zu beziehen ist das Album „Schultzes“ bei Auftritten der beiden und über die Website http://www.schultzes-weinheim.de .

Und Hörproben gibt es hier:
https://www.schultzes-weinheim.de/musik/

Die Blues-Meister

2. Juni 2018

Die Schultzes aus Weinheim sind wie ganz selbstverständlich Blues-Virtuosen

Wenn man Mojo Schultz und Petra Arnold-Schultz bei einem der vielen Konzerte, die die beiden in den verschiedensten Band-Konstellationen geben, erlebt, fällt sofort eines auf: Die unheimliche Leichtigkeit mit der sie den Blues spielen. Da ist keine große Anstrengung und da ist auch keine falsche Ehrfurcht, sondern stattdessen viel Humor. Die beiden spielen den Blues, weil er ganz selbstverständlich zum Leben gehört. Mojo ist ein Virtuose auf der Bluesgitarre, ob akustisch oder elektrisch oder slide. Mojo gelingt das alles mit viel Spaß und einer frohen Energie. Rhythmisch unterfüttert und mit stoischem Humor ergänzt wird Mojo dabei von Petra am Stand Up-Bass. Wobei „Lady Bass“ auch singt, so dass die beiden auch gesanglich zu überzeugen wissen.

Unter dem ebenso schlichten wie selbstbewussten Titel „Schultzes“ haben sie im vergangenen Jahr als Duo ein Album veröffentlicht, das die Live-Beobachtungen ebenso eindrucksvoll auf CD bestätigt, und zudem einen weiteren wichtigen Aspekt ihrer Kunst unterstreicht: Sie können nicht nur den Blues spielerisch leicht zum Gehör bringen, sie kennen auch seine Geschichte und sein Liedgut in- und auswendig, und wissen letzteres zusammen mit angrenzenden Gebieten wie Country, Bluegrass oder Rock in ihrem Repertoire fein auszutarieren. Und so wird dieses Album ebenso wie ihre Konzerte abwechslungsreich und vielfältig und nie langweilig. Und so wird diese CD auch zu einer Entdeckungsreise.

Nach dem gelungen Auftakt mit „Midnight Rider“ von Greg Allman, dem Gitarrenschulen-Klassiker „Get Back“ von den Beatles und „Riverboat Song“, dem bei J.J. Cale-Fan Schultz obligatorischen Titel aus dem Werk des Tulsa Sound-Begründers, nehmen sich die beiden Zeit für ein ausführliches Leadbelly-Medley. Es fällt mit sieben Titeln üppig aus und beinhaltet mit „Midnight Special“ oder „John Hardy“ bekannte Songs, aber gleichzeitig mit „Yellow Gal“ oder „Western Cowboy“ Stücke, von denen sicher fast nur eingefleischte Kenner des legendären „American Songster“ wissen. Die große Überraschung des Medleys ist aber „House Of The Rising Sun“. Der Song, den sowohl Bob Dylan als auch Eric Burdon in den 1960er Jahren bekannt machten, spielen die beiden so frisch und so anders als wäre er nie – ähnlich wie Blowin In The Wind“ -an unzähligen Lagerfeuern totgeschrammelt und gegrölt worden. Es entsteht ein völlig neuer Song!

Es folgen dann noch Klassiker wie der „Mercury Blues“, mit „Temptation“ ein Tom Waits-Song und zum Abschluss mit „Claire“ ein Stück aus der Feder von Mitmusikant Bernd Dalmann. Er und Mundharmonika-Spieler Albert Koch haben die Schultzes bei wenigen Stücken unterstützt, so dass es wirklich ein Album „Schultzes Pur“ geworden ist. Und genau deshalb ist es so ein schönes Album, das man immer wieder gerne hören mag und einen durch den Tag tragen kann. Chapeau und Gruß nach Weinheim!

Zu beziehen ist das Album „Schultzes“ bei Auftritten der beiden und über die Website http://www.schultzes-weinheim.de .

Und Hörproben gibt es hier:
https://www.schultzes-weinheim.de/musik/