Auf ausdrücklichen Wunsch hin sei es hier nochmals erklärt: „I’m in a Cowboy Band“ ist im August erschienen und sowohl im Buchhandel als auch im Internet (amazon, jpc etc.) erhältlich. Es ist ein schönes Büchlein geworden, sieht schmuck aus im Buchregal, liegt gut in der Hand und trägt nicht auf. Es kostet 10,50, was aber nur ein symbolischer Preis sein kann, da der Inhalt ja eigentlich unbezahlbar ist.
Es hat auch schon einige positive Reaktionen und Rezensionen gegeben:
„Ein Buch in dieser Art hat es meines Wissens weder über Bob Dylan noch einen anderen Musiker gegeben“ (Manfred Vogel, country.de).
„Big Pink als das Geburtshaus des Americana auszurufen ist ein wunderbarer Gedanke“ (Matze von den DoubleDylans)
„Lesenswert“ (Leserrezension auf amazon)
Auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober ist das Büchlein samt Autor auch vertreten und am 8. November wird das Thema des Buches im Mittelpunkt einer Sendung von Radar/ Radio Darmstadt stehen. Sobald Lesungen oder Veranstaltungen fix sind, werden sie hier bekannt gegeben. Der Autor arbeitet noch daran.
Ein Live-Mitschnitt von 1981 legt die Wurzeln von Rock und Country frei und gehört deshalb wieder veröffentlicht
Viele die sich intensiv mit Rockmusik beschäftigen kennen das Million Dollar Quartett. Elvis Presley, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins waren allesamt 1956 in den legendären Sun Studios und dokumentierten die Entwicklung von Country und Blues zu Rockabilly und Rock’n’ Roll anhand einer spontanen Jamsession.
Weniger bekannt sind die Survivors. 1981, vier nach dem Tod von Elvis Presley begab es sich, dass zur gleichen Zeit in Europa unabhängig voneinander Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins auf Tour waren. Als die letzteren Beiden einen day-off hatten entschied man kurzerhand, dies zu einem spontanen Bühnenrevival zu nutzen.
Und es war atemberaubend! Was den Zuschauern am 23. April 1981 in Böblingen bei Stuttgart geboten wurde, war nicht weniger als die Freilegung der Wurzeln des Rock. Country, Gospel und Rockabilly wurden von den Jugendfreunden in fast wahnwitzigerweise Weise zelebriert. „I saw the light“, Hank Williams fromme Erleuchtung, und die Carter-Family-Hymne „Will the circle be unbroken“ wurde von Jerry Lee derart umspielt, musikalisch paraphrasiert und gesanglich improvisiert dargeboten, dass es schon richtig „schwarz“ klang. Wobei Jerry Lee ohnehin eine der schwärzesten Stimmen aller weißen Rockmusiker hat. Während also Jerry Lee den ungezügelten, respektlosen Derwisch am Klavier gab, war Johnny Cash der logische, stoische und würdevolle Anführer des Trios und Carl Perkins der solide, treibende Motor des Ganzen.
Der Spontanauftritt fand noch die eine oder andere Fortsetzung während Cashs Tournee und führte schließlich auch zum 86er Album der drei Helden mit Roy Orbison. 1982 brachte Columbia bereits unterm dem Titel „The Survivors“ einen Live-Mitschnitt des denkwürdigen Stuttgarter Auftritts heraus. Zum letzten Mal wurde er dann 1995 als CD veröffentlicht. Seitdem herrscht Funkstille.
Es bleibt leider das Geheimnis von Sony/Columbia warum inmitten der zahlreichen posthumen Cash-Veröffentlichungen ausgerechnet diese Pretiose fehlt. Legt die Platte wieder auf!