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The Illegitimate Sons

15. Januar 2013

ISAMIch sollte die Rubrik  „Übersehene Platte des Jahres“ einführen. Ist mir doch im letzten Sommer zwischen Griechenland-Urlaub und Bob Dylan-Konzert in Bad Mergentheim das Album „American Music“ von den „The Illegitimate Sons“ durch die Lappen gegangen. Nun bin ich zufällig drauf gestoßen und… BOMBE!  Die amerikanische Musik der Brüder aus Indiana kann  sich mit dem derzeitig besten des Genres mehr als messen. Da kämpfen welche in derselben Gewichtsklasse wie die Felice Brothers, die Avett Brothers oder die Band of Heathens.

Die Gruppe rund um Lee Miles und Ben Porter stammt aus Indiana, irgendwo im Nowhere des Midwest. Aus dem amerikanischen Nirgendwo schicken Sie uns kraftvoll-dunkle Mörderballaden, Songs über Armut, Tod, Gewalt und Liebe. Und dass immer so, dass es einem im Ohr bleibt. Sie können Melodien schreiben, sie haben’s drauf! Feinster Country-Folk-Rumpel-Rock in der Tradition von Dylan und The Band. Die Songs heißen „Bleed It Dry“, „Gillian“ oder „Born You To The Ground“. Ein Album, das man sich unbedingt besorgen sollte!

Auf youtube kann man sich schon mal einstimmen, da hat die Band das Album komplett eingestellt:

Opa und die Enkel

15. Februar 2011

Copyright: Sony Music

Bob Dylan bei den Grammies 2011

Natürlich hätte ich Bob Dylan lieber mit den Felice Brothers oder Ryan Bingham gesehen. Aber sei’s drum, Mumford & Sons haben mich angenehm überrascht und die Avett Brothers waren immerhin ganz nett. Aber als Dylan kam, war klar, wie die Rollen verteilt sind. Da die spielfreudigen Jungen, ganz begeistert und euphorisiert vom Zusammenspiel mit einem der größten Musikidole aller Zeiten, da der alte Hase, der auf der Bühne scheinbar immer leichtfüßiger, immer befreiter wird. Croont mit ausladenden Gesten und ignoriert (?) seine scheinbar immer brüchiger werdende Stimme.

Und er konterkariert die ganze Inszenierung leise, aber bestimmt. Hier die Buben mit ihren Banjos und Gitarren ganz brav im Folkie-Stil gekleidet, dort der Elder Statesman als Crooner im Outfit einer Cowboy-Showband. Gespielt wird Maggies Farm akustisch, also der Song der als elektrische Nummer die Newport-Seligkeit 1965 beendet hat.

Fazit: Es war in solch einem Rahmen einer der besseren Auftritte von Dylan, der einfach Spaß machte. Früher hätte das auch böse enden können. Alles in allem also ein guter Jahresauftakt, Konzerte in Asien und Australien sind schon angekündigt, alles weitere steht in den Sternen. Das Geburtstagsjahr bleibt spannend.