Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Veranstaltungstipp: Dylan im Dreierpack

7. April 2011

Bob Dylan-„Geburtstagsfeier“ in Frankfurt am Main

Die „zentrale“ Geburtstagsveranstaltung zum Siebzigsten von Bob Dylan im Rhein-Main-Gebiet findet am Freitag, dem 27. Mai im Frankfurter Orange Peel Club (Kaiserstraße 39) statt. Geboten wird ein unterhaltsames, überraschendes und durchaus lehrreiches Programm rund um die amerikanische Musikikone. Auf der Bühne setzen sich der Hörfunkmoderator und Popmusikexperte Klaus Walter, die Frankfurter Dylan-Coverband „DoubleDylans“ sowie der Musikjournalist und Autor Thomas Waldherr auf unterschiedliche Weise mit Dylans Werk und Wirken auseinander.

Zu Anfang wird Thomas Waldherr mit einem Multimediavortrag Bob Dylan als „Vater des Americana“ vorstellen. Den Einfluss Bob Dylans auf die deutsche Popmusik jenseits von Niedecken und Ambros erläutert danach mit viel Musik und O-Tönen Klaus Walter. Den Abschluss bilden dann die „DoubleDylans“, die Dylans musikalischen Kosmos nach Frankfurt am Main verlegen und ins Hessische übertragen.

Suze Rotolo, 1943-2011

28. Februar 2011

Jedem, dem Bob Dylan etwas bedeutet, kann in diesem Moment nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Suze Rotolo, die viele als das Mädchen an Dylans Seite auf dem Cover von „The Freewheelin’ Bob Dylan“ kennen, ist tot. Suze starb am vergangenen Freitag nach langer Krankheit im Alter von 67 Jahren.

Suze war mit Bob knapp drei Jahre zusammen und beeinflusste ihn in der entscheidenden Phase, in der aus Bobby Zimmerman „Bob Dylan“ wurde. Ihre linken politischen Auffassungen und ihre Beziehung zum Theater von Bertolt Brecht waren grundlegend für Dylans Songwriting in jenen Tagen. An sie richtete er seine Liebeslieder, genauso wie er auch die Trennung von Ihr in Liedern verarbeitete. Viele haben sie als seine Muse bezeichnet. Ich finde dies nicht angemessen. Sie war mehr als das, sie war seine Partnerin, von der viel lernte, der er viel zu verdanken hatte. So wie sie auch ihm.

Wer Suzes Buch „A Freewheelin’ Time“ aufmerksam gelesen hat, dem wird diese gleichberechtigte Partnerschaft und die Kameradschaft in dieser Beziehung nicht entgangen sein, die natürlich unter der Entwicklung von Bobs Karriere litt. Suze war eine moderne, selbständige, intelligente Frau, die auch nach der Beziehung zu Dylan wichtiges leistete. Obwohl die Medien sensationslüstern bei dem Erscheinen von Suzes Buch eine Abrechnung suggerierten, war es alles anderes als das. Suze schrieb über die entscheidenden, prägenden Jahre in ihrem Leben. Und da gehörte Dylan in exponierter Rolle dazu. Wie sie die Beziehung zu Dylan beschrieb war angemessen, würde- und respektvoll.

Sicherlich schrieb sie sich damit auch über Jahrzehnte aufgestaute Gedanken von der Seele. Gut, dass es ihr noch möglich war. Ruhe in Frieden, Suze Rotolo, Du wirst unvergessen bleiben.

Opa und die Enkel

15. Februar 2011

Copyright: Sony Music

Bob Dylan bei den Grammies 2011

Natürlich hätte ich Bob Dylan lieber mit den Felice Brothers oder Ryan Bingham gesehen. Aber sei’s drum, Mumford & Sons haben mich angenehm überrascht und die Avett Brothers waren immerhin ganz nett. Aber als Dylan kam, war klar, wie die Rollen verteilt sind. Da die spielfreudigen Jungen, ganz begeistert und euphorisiert vom Zusammenspiel mit einem der größten Musikidole aller Zeiten, da der alte Hase, der auf der Bühne scheinbar immer leichtfüßiger, immer befreiter wird. Croont mit ausladenden Gesten und ignoriert (?) seine scheinbar immer brüchiger werdende Stimme.

Und er konterkariert die ganze Inszenierung leise, aber bestimmt. Hier die Buben mit ihren Banjos und Gitarren ganz brav im Folkie-Stil gekleidet, dort der Elder Statesman als Crooner im Outfit einer Cowboy-Showband. Gespielt wird Maggies Farm akustisch, also der Song der als elektrische Nummer die Newport-Seligkeit 1965 beendet hat.

Fazit: Es war in solch einem Rahmen einer der besseren Auftritte von Dylan, der einfach Spaß machte. Früher hätte das auch böse enden können. Alles in allem also ein guter Jahresauftakt, Konzerte in Asien und Australien sind schon angekündigt, alles weitere steht in den Sternen. Das Geburtstagsjahr bleibt spannend.

Justin Townes Earle

5. Februar 2011

Neben Ryan Bingham ist für mich Justin Townes Earle die Nachwuchshoffnung des Americana. Auf Ryan Bingham, der so virtus dylaneske Lyrik mit staubigem Wüsten-Country-Rock und Schmirgelstimme kombiniert, habe ich auf country.de schon mehrere Hymnen gesungen. Justin Townes Earle, Sohn von Alternative-Country-Schrat Steve Earle, hat dagegen erst Ende letzten Jahres meine Aufmerksamkeit gewonnen. Und dabei hat der junge Singer-Songwriter mit „Harlem River Blues“ bereits sein drittes Album herausgebracht. Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass seine beiden Namengeber nicht gerade meine absoluten Heroes sind und mir deshalb vielleicht der Zugang erschwert wurde.

Bei all ihrer Bedeutung für das Genre, die natürlich meinen großen Respekt genießt: Townes van Zandt war mir bei aller Dichtkunst immer etwas zu eindimensional traurig – ganz große Künstler wie Bob Dylan oder Hank Williams sind in der Lage die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühle in Text und Musik zu gießen – und Steve Earle hat mich einfach nie emotional gepackt. Und das hängt sicher mehr davon ab, dass sein Vortrag für mich keine Unverwechselbarkeit besitzt, als dass er diesen dämlichen „Townes ist der größere Songschreiber als Dylan“-Vergleich abgelassen hat, der van Zandt übrigens hochnotpeinlich war.

Justin Townes Earle hat mit „Harlem River Blues“ sein bisher bestes Album, vielleicht sogar ein frühes Meisterwerk abgeliefert. Wie er es versteht, seine Situation als Tennessee-Boy in New York City unter verschiedenen Blickwinkeln und unter Mithilfe der verschiedenen „Abteilungen“ des Americana – Gospel, Blues, Folk, Soul, Rock’n’Roll – auszubreiten und auszuloten ist wahrhaft meisterlich. Mit „Harlem River Blues“ hat das Album einen hammer-mäßigen Auftakt und auch eine musikalische Klammer. Das ist bestes Americana: Über die fröhliche hoffnungsvolle Gospel-Melodie ist ein Text gelegt, der von nichts anderem als von einer Selbsttötung erzählt. Da ist es wieder – das alte, dunkle, gefährliche Amerika.

Zweiter „Hit“ der Platte ist ein von der Form her nostalgischer Railroad-Workingsong, der sich aber auf die Arbeitsbedingungen der modernen Bahnarbeiter der MTA (New Yorker Verkehrsbetriebe) bezieht und ein echter Ohrwurm ist. Dazu kommen mit One More Night In Brooklyn“ (ein langsam gezupftes Folkstück) mit „The Wandering“ (ein schnelles Folkstück) oder mit „Move Over Mama“ (ein klassischer Retro-Rocker) weitere ebenso eingängige wie tiefgängige Songs. Earle gelingt es mit diesem Album, sich auf allen Ebenen und Stilformen von Country und Blues bis Rock und Gospel traumwandlerisch stilsicher zu bewegen. Und er vermag es, trotz der bekannten Formensprache, jedem Song seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Earle verschmilzt genial die Formen der amerikanischen Rootsmusik und so entsteht ein eigener Justin Townes Earle-Sound, der faszinierend ist.

Dazu kommt, dass er im Gegensatz zu seinem brav arbeitenden Vater Steve ein wirklich charismatischer Typ ist, der beim Live-Auftritt schon ein wenig an Hank Williams erinnert. Von dem wie von seinen „beiden Vätern“ hat er die Dämonen geerbt, die ihn immer wieder in den Würgegriff nehmen. Hoffen wir, dass sie ihn nicht gefangen nehmen können. Wir wären wirklich wieder um eine amerikanische Hoffung ärmer.

Justin Townes Earle live in der Letterman-Show:

Was bringt uns das Dylan-Jahr 2011?

13. Januar 2011

© Sony Music

Am 24. Mai wird der Meister 70 und wir denken, es wird ein bisschen mehr los sein, als jetzt rund um den 70.sten seiner Ex-(Gesangs-)-Partnerin Joan Baez, die bereits am 9. Januar Geburtstag hatte. Von hier aus nachträglich herzliche Glückwünsche an die große Dame des Folk!

Letztens überraschte Sie uns wieder positiv, als sie mit Merle Haggard und Kris Kristofferson zusammen auf irgendeiner Bühne in den Staaten Haggards legendäres Anti-Hippie-Spottlied „Okie from Muskogee“ mit viel Augenzwinkern vortrug. Das versöhnte uns mit manchem moralinsaurem Statement der Vergangenheit. Vor diesem Hintergrund ist es schade, dass Joanie den heutigen Kulturzeitgeistsurfern der herrschenden Feuilletons wohl nur ein verständnisloses Achselzucken wert ist.

Während Bobby in den letzten Jahren eigentlich fast schon zu viel Zuspruch von allen Seiten erfährt. „Everybodies Darling“ war nie Dylans Wunsch, zum Glück gab’s daher wenigstens wütende Reaktionen auf sein – wie ich meine – wunderbares Weihnachtswerk „Christmas In The Heart“, das aus nahe liegenden Gründen zuletzt wieder gehört wurde.

So überrascht es nicht, dass bereits jetzt viele Würdigungen in Buchform angekündigt sind und ganz besonders freuen wir uns auf das Bob Dylan-Lesebuch von Klaus Theweleit, die deutschen Übersetzungen von Sam Shepards Rolling Thunder Logbook und Robert Sheltons klassischer Biografie „No Directions Home“. Dazu ist die sicherlich das eine oder andere musikalische Tribute-Projekt zu erwarten.

Was der Meister selbst so machen wird? Man hört, er schreibe am zweiten Teil seiner Chronicles, doch kein Erscheinungsdatum ist angekündigt. Man hofft auf die Veröffentlichung seines Hank Williams-Album, doch es fehlt der rechte Glaube. Ob er uns in seinem runden Geburtstagsjahr wieder ein neues Album schenkt? Oder die Verantwortlichen von Columbia mal wieder tief in die Archive gehen? Die Spannung steigt. Auch an der Tour-Front tut sich nichts Neues. Zwei Konzerte im April in Australien sind angekündigt. Doch sonst – Europe, Germany, who knows?

Also beschäftigen wir uns mal wieder mit den Wurzeln Dylans, bzw. einem wichtigen Teil davon. Bob Dylan und die Countrymusik ist ein spannendes Thema und für mich ein Projekt, das mich im günstigsten Fall durchs ganze Jahr begleiten wird. Doch mehr sei hier noch nicht verraten. Erste einmal bitte hier lesen: www.country.de

In diesem Sinne einen frohen Start ins spannende Dylan-Jahr 2011!

Nachtrag: New Orleans und Schluß

13. Oktober 2010

Am Ende gab es dann in der Großstadt New Orleans kein Internet im Hotel. Das entfiel aus Umbaugründen. Daher heute erst nach Rückkehr und Wiedereinstieg ins Arbeitsleben die letzte Etappe unserer Reise.

Was ist zu sagen? Auf jeden Fall „hüte Dich vor der Bourbon Street!“ Die ist Beale Street hoch drei und absolut zu meiden. In den Nebenstraßen des French Quarter dagegen entdeckten wir so manches Interessante. Feierten wunderbar unseren Jahrestag im schönen Innenhof des „The Court of Two Sisters“. Ein tolles Essen und draußen sitzen am Abend des 6. Oktober – das wird uns unvergeßlich bleiben.

Zuflucht vor dem Rummel fanden wir auch in der „Preservation Hall“. An zwei Abenden besuchten wir den unscheinbaren kleinen Club, in dem der New Orleans Jazz auf höchstem Niveau gepflegt wird. Nur 50 Leute fasst er, es gibt nichts zu trinken und die Band spielt in drei Takes von 20 -23 Uhr. Ein Kleinod, auf dessen Erhalt man hoffen muss.

So ging unsere „Musical Journey“ zu Ende und wir sind voller Eindrücke und Erlebnisse im Gepäck zurückgehrt. Wir werden sicher wieder kommen, es gibt noch einiges zu entdecken in diesem interessanten, widersprüchlichen und wirklich auch schönen Land. „Good bye America, we will coming back!“

Lafayette

6. Oktober 2010

Lafayette und das Cajun Country werden wir in besonders guter Erinnerung behalten. Zwei sehr entspannte Tage mit viel Ruhe, Natur und Cajun-Folklore. Die Cajuns sind die Nachfahren franzoesischer Siedler, die von den Briten aus Kanada vertrieben wurden und in der zweiten Haelfte des 18. Jahrhunderts in der damaligen franzoesischen Kolonie Louisiana Zuflucht fanden. Sprache, Musik und Teile der Kultur haben sich bis heute erhalten. Am Montagabend waren wir in „Mulate’s“ zu Gast, einem typischen Cajun-Restaurant. Viel Seafood, dazu Musik und Tanz – Ziehharmonika, Steel-Guitar, E-Bass. Eine Reisegruppe fand sich im Lokal ein und bevoelkerte die Tanzflaeche. Ein schoener Abend in dem legendaeren Lokal, in dem, wie im Eingangsbereich zu lesen ist, auch schon Bob Dylan zu Gast war. Der spaeter folgende Aufenthalt in der Hotelbar fuehrte zu interessanten Begegnungen und viel Spass.

Am naechsten Tag dann erst der Besuch des Museumsdorfes Vermillionville und anschliessend eine Bootstour durch die Suempfe, den Swamp und das Bayou. Unser Bootsfuehrer Butch erklaerte uns sehr gut, was zu sehen und auf was zu achten war. Und so sahen wir neben interessanten Pflanzen und seltenen Voegeln auch echte Alligatoren und zwar ziemlich nah. So ein bisschen unheimlich war das dann schon.

Am Abend dann frueh ins Bett um gestaerkt zu sein fuer die letzte Etappe. New Orleans – The Big Easy – erwartet uns!

Memphis, Clarksdale, Vicksburg

4. Oktober 2010

Beschwingt durch die schoenen Tage in Nashville ging es nach Memphis, Heimat des Blues, des Rock’n’Roll und des Memphis-Soul. Erster Hoehepunkt natuerlich die Sun Studios, die uns weniger wegen der ersten Aufnahmen von Elvis interessieren, sondern ebenfalls als die erste Station der Karrieres des grossen Johnny Cash. Alles wurde im Originalzustand erhalten und sowohl die typische Hausfassade, als auch das Aufnahmestudio laesst Gaensehaut aufkommen. Bob Dylan soll das auf dem Boden aufgemate Positionskreuz fuer die Saenger gekuesst haben, erlaeutert uns augenzwinkernd die Museumsfuehrerin. Auch ohne diese paepstliche Geste verlassen wir das Gebaeude froh gestimmt.

Weiter geht es anschliessend in das Rock und Soul Museum. Die Ausstellung ist sehr gut, zeigt die gemeinsamen Wurzeln von schwarzer und weisser populaerer Musik auf und ist sehr ausfuehrlich. Am Ende sind wir dann doch etwas erschoepft aufgrund der Detailfuelle. Enttaeuschend dagegen der Besuch der Beale Street. Drosselgasse meets Duesseldorfer Altstadt. Karaoke Bars nerven und Billigmucke droehnt quer durch die Strasse. Mit Bluesfeeling hat dies nichts mehr zu tun. Um so schoener, als wir am naechasten Tag in ein Open Air Soul-Konzert mitten in der City geraten. Und bei Pearls haben wir wunderbaren Catfish gegessen.

Dann weiter nach Clarksdale. Ein ganz armes Kaff, ueberwiegend schwarze Bevoelkerung. Die wirtschaftliche Depression ist ueberall zu spueren und erzeugt echte Blues-Stimmung. Das Delta Blues Museum ist enttaeuschend, mit viel Geld von ZZ Top und der oeffentlichen Hand finanziert, hat es leider kein erkennbares didaktisches Konzept. Ganz im Gegensatz zum privaten Rock und Bluesmuseum des Hollaenders Theo, der uns sehr freundlich seine Vorgehensweise erklaert: From the roots to the fruits. Eine echte Entdeckung.

Am Abend dann Robert „Bilbo“ Walker im Ground Zero Blues Club. Der 70jaehrige ist ein altes Zirkuspferd und changiert zwischen Rhythm’n’Blues und Rock’n’Roll. Bringt Chuck Berry-Songs inklusive duckwalk, und spielt die Gitarre auch schon mal einhaendig. Das muss man gesehen haben. Leider zeigt er das zu wenig und immer oefter klingen seine langsamen Bluesstuecke immer wieder gleich. Besondere Stimmung kommt auf, als er die Buehne fuer ein paar Songs einer Saengerin ueberlaesst. Die Figuren der hauptsaechlich schwarzen Taenzerinnen und Taenzer vor der Buehne laden sich sichtlich sexuell auf und lassen echte Juke Joint Stimmung erahnen. Alles in allem ein unvergesslicher Abend.

Vicksburg dagegen hat ausser dem Buergerkriegs-Themenpark nicht viel zu bieten. Die Innenstadt ist sonntags tot und so kommen wir zum durchschnaufen, bevor es dann ins Cajun Country geht.

Nashville

1. Oktober 2010

Howdeeeeeeeee! Nashville war einer der Hoehepunkte dieses Urlaubes. Wir waren Gaeste eines Konzertes in der Grand Ole Opry. Gebucht bereits im Juli, kristalliesierte sich in den letzten Wochen heraus, dass dies ein historisches Konzert werden wuerde. Der Wiedereinzug in die nach der Flut vom Mai renovierte Opry. Gefeiert mit grossem Staraufgebot: Von den Altvorderen wie Del McCour ueber die aktuellen Stars der Countryszene wie Keith Urban, Blake Shelton, Josh Turner und Martina McBride bis hin zum Spiritus Rector der Country-Gemeinde, Marty Stuart. Auch wenn man die Entwicklung der Mainstream-Countrymusik heutzutage kritisch sehen muss, ein Erlebnis ist die Grand Ole Opry auf alle Faelle.

Ebenso wie die Country Music Hall of Fame und der Ursitz der Opry, das Ryman Auditorium. Am Mitwoch dann fuer mich persoenlich zwei Higlights. Das gemeinsame jammen bei „Mr. Tambourine Man“ mit dem Embassador of Music City, David Andersen im Visitors Center und die anschliessende Plattenaufnahme von „Hey Good Lookin'“ im Ryman. Am Abend dann noch die wunderbare Radio-Show „Music City Roots“ im Loveless Cafe mit Gastgeber Jim Lauderdale. Die Show stand ganz im Zeichen des Bluegrass, denn derzeit tagt eine internationale Buegrass-Convention in Nashville.

Seit gestern nachmittag sind wir nun in Memphis. Davon demnaechst mehr.

Oxford & Tupelo

28. September 2010

Gerade in Nashville angekommen, ein Rueckblick auf Tupelo und Oxford. Den Elvis-Birthplace haben wir mehr aus Pflichtgefuehl angeschaut, zu wenig verbindet uns mit ihm. Interessanter war da Oxford. Bekannt wurde es auf unruehmliche Weise in den 60ern, als gewaltbereite Rassisten versuchten, einen schwarzen Studenten daran zu hindern, sein Studium an der Mississippi University aufzunehmen. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen, die erst durch die Entsendung von Bundestruppen beendet werden konnten. Der Student nahm das Studium auf. Neben dem Busboykott von Rosa L. Parks in Montgomery/Alabama sicher eine der bekanntesten Etappen auf dem Weg der Buergerrechtsbewegung in den 60ern.

Heute hat sich einiges geaendert im Sueden und aus Oxford ist ein kleines, schmuckes Universitaetsstaedtchen geworden. Mit einem tollen Buchladen am wunderschoenen Hauptplatz des Ortes. Mit zwei hochmodernen Sportarenen fuer Baseball und Football. Und natuerlich dem William Faulkner Haus. Oxford ist eine wunderschoene Entdeckung gewesen.

Tupelo rangiert auch immer noch ueber Meridian. hat einen netten Ortskern und den Fairpark Grill, der uns sehr erfreute.

Zu Nashville in den naechsten Tagen mehr.